+86-400-820-1296 Wie wählt man ein Manometer zur Messung von Niederdruck-, Mikrodruck- oder Unterdruckmedien aus?
In vielen Projekten müssen kleine und negative Drücke gemessen werden, beispielsweise Abgasdruck, Luftkanaldruck oder die Druckdifferenz zwischen den beiden Enden eines Filters. Wie wählt man das passende Manometer aus? In solchen Fällen kommen üblicherweise Balgmanometer, Vakuummanometer, U-Rohr-Manometer, Einrohr-Manometer und Schrägrohr-Manometer zum Einsatz.
Das elastische Element eines Balgmanometers ist ein Balg. Dieser besteht üblicherweise aus zwei miteinander verschweißten, kreisförmigen Membranen mit Wellenprofilen – eine fest, die andere frei. Wirkt der Druck des Messmediums über die Verbindungsstelle auf den Balginnenraum, wird die Verformung des freien Endes auf eine Zugstange übertragen. Diese treibt das Getriebe an, welches wiederum den Zeiger bewegt und so den Druck des gemessenen Mediums anzeigt. Der Balg besteht in der Regel aus einer Kupferlegierung oder Edelstahl 316. Aufgrund seiner großen Kraftfläche und des hohen Schubs eignet er sich für die Messung von Niederdrücken und Unterdrücken. Beispielsweise liegt der Messbereich bei 0 bis 10 kPa und -20 bis 20 kPa. Er ist nicht für die Messung von Hochdruckmedien geeignet. (Weitere Informationen erhalten Sie bei den Herstellern von Manometern.)

Bei der Auswahl von Vakuumdruckmessgeräten und Druck-Vakuum-Manometern müssen die Eigenschaften des Messmediums berücksichtigt werden. Beispielsweise eignen sich elastische Bauteile aus Kupfer und Kupferlegierungen nur zur Messung von Niederdruck und Vakuumdruck bei Flüssigkeiten und Gasen, die nicht kristallisieren, erstarren und keine korrosive Wirkung auf Kupfer und Kupferlegierungen haben.
Der Unterschied zwischen einem Vakuummeter und einem Druckvakuummeter besteht darin, dass das Vakuummeter auf dem atmosphärischen Druck basiert und zur Messung von Drücken unterhalb des atmosphärischen Drucks dient, beispielsweise im Messbereich von -20 bis 0 kPa. Das Druckvakuummeter hingegen basiert auf dem atmosphärischen Druck und wird zur Messung von Drücken oberhalb und unterhalb des atmosphärischen Drucks verwendet, beispielsweise im Messbereich von -20 bis 20 kPa. Das Messprinzip beider Geräte beruht darauf, dass der Druck des Mediums ein elastisches Element verformt, was durch ein Gestänge verstärkt wird und den Zeiger antreibt.
Bei der Messung von Niederdruck oder Unterdruck, wie beispielsweise in Abgasleitungen und Luftkanälen, kommen Flüssigkeitssäulen-Manometer zum Einsatz. Diese umfassen U-Rohr-, Einrohr- und Schrägrohr-Manometer. Flüssigkeitssäulen-Manometer arbeiten nach dem Prinzip des statischen Druckausgleichs und zeichnen sich durch einen einfachen und zuverlässigen Aufbau, einen niedrigen Preis, hohe Empfindlichkeit und Präzision aus. Zu ihren Nachteilen zählen die unpraktische Handhabung, das Fehlen eines Übermessschutzes und die Notwendigkeit, dass Messmedium und Arbeitsmedium aufeinander abgestimmt sein müssen. Bei der Wahl des Arbeitsmediums besteht ein linearer Zusammenhang zwischen dem gemessenen Druck P und der Flüssigkeitssäule H. Die Flüssigkeitssäule H dient häufig als Maß für den Druckwert.
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